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NewWorld / Rezension
Zuletzt geändert am 05.10.2021 23:35 Uhr
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Rezension

Diese Rezension habe ich bei Amazon für meinen Kauf des Spiels "New World" eingereicht. Mal sehen, ob sie veröffentlicht wird.

Eine nicht emotionale Rezension eines IT-Menschen

Eine Woche nach dem Launch teile ich nun meine persönlichen Gedanken über das neue MMO(RPG) "New World", von den Amazon Studios, mit. Zu meiner Person: Ich entwickle seit 30 Jahren in einem führenden Softwareunternehmen Software, schon länger Enterprise, die auf dem Desktop mit serverseitigen Datenbanken, läuft. Seit einiger Zeit aber auch Cloud-Software. Unter anderm setzt die Deutsche Bahn die Lösung deutschlandweit ein. Deshalb ist ein wichtiges Wort "skalierbarkeit".

Zu mir als Spieler: Ich spiele seit 15 Jahren das Spiel der Welt des Kriegshandwerks, mit dem Schneesturm Logo.

Zunächst einmal zum Spiel. Ich habe in der Open Beta ein paar Stunden spielen können (mehr war aus privaten Gründen nicht möglich gewesen). Das Spiel ist absolut genial. Das Konzept, dass es keine Klassen gibt, sondern, das jeder alles spielen kann, ist wirklich klasse. Durch Umskillen eine ganz andere Rolle (Meelee, Range, Tank oder Heal) anzunehmen, ist gewöhnungsbedürftig, aber sehr interessant. Die Welt ist wunderschön, man verweilt gerne mal an manchen Orten um die schöne Aussicht oder die schöne Landschaft anzuschauen. Alles ist flüssig, es gibt, wenn man seiner Grafikkarte nicht zuviel zumutet, keine Ruckler. Das gilt auch für das aktuelle Release-Game, wenn man denn einmal ins Spiel kommt.

Und da kommen wir schon zu den Kritikpunkten. Die Welten sind viel zu klein. Dies wird von Amazon als Grund genommen, nicht mehr als 2000 Spieler auf eine Welt zu lassen. Wozu das führt? Ich habe, nach jetzt einer Woche, einen neuen Character auf einer neuen DE-Welt erstellt. Kaum ist der Level 10, ist diese Welt schon wieder für neue Spieler gesperrt (wie schon so viele andere, auf denen die Freunde spielen). Und es befinden sich nur mehrere Hunderttausend Spieler zusammen auf allen Welten. Zum Vergleich möchte ich den Release von World of Warcraft (ups, jetzt hab ich es doch gesagt) 2013, das Addon "Wrath of the Lichking" hinweisen. Damals waren 12 bis 13 Millionen Spieler auf einer unveränderten Serverlandschaft unterwegs. Und ich kann mich nicht an größere Probleme erinnern. Ok, der Start von "Draenor" mit der Garnision, war heftig, war aber nach einiger Zeit im Griff.

Nun aber zu den unzähligen Welten bei New World. Das Argument, die Welt wäre zu klein, weshalb man nicht mehr als 2000 Leute auf einen Server lassen könne, lasse ich nicht gelten. Das Spiel wurde so massiv beworben, da war abzusehen, dass mehr als ein paar Hanseln kommen werden. Zu Anfang gab es 8 Server á 2000 Slots für Deutschland. 16000 Spieler? Das ist doch lachhaft. Auch ständig neue Server á 2000 Slots nachzuschieben bringt wenig. So ist es kein MMO (Massive Multiplayer Onlinegame) mehr, sondern nur ein MO (Multiplayer Onlinegame) und das wäre Schach auch.

Liebe Amazon Leute, ihr habt Geld, um euren Boss in den Weltraum zu schießen, aber eine vernünftig große Welt für ein MMO zu erstellen, da scheint es wohl zu fehlen. Die einzelnen Welten müssen erheblich mehr Spieler vertragen können. Also größer machen. Ihr habt eines der größten Serverinfrastrukturen der Welt. Da reicht aber nicht, immer weiter kleine Häppchen an kleinen Welten online zu stellen. So spielen die Spieler alle allein für sich (MO statt MMO). Meine Gildenkollegen, mit denen ich seit Jahren zusammen spiele, sind total verstreut. Und ein kostenloser Charactertransfer bringt nichts, wenn es keine Welten gibt, die groß genug sind, eine normale Gilde aufzunehmen.

Fazit: Für das Spiel würde ich 5 Sterne geben, aber wegen der bescheidenen Infrastruktur bleiben nur 2 Sterne übrig. Beide für das wunderbare Spielerlebnis, bei dem man sich oft einfach nur umschaut, statt weiter zu rennen.